[Biografie]
Bobbejaan Schoepen (Boom, 16 mai 1925°)
Belgian singer-songwriter, guitarist, comedian, actor and professional whistler. Founder and former director of the amusement park Bobbejaanland.Bobbejaan ist ein klassisch geschulter Sänger und Gitarrist und Kunstpfeifer. Sein Künstlername stammt von dem südafrikanischen Lied “Bobbejaan klim die berg“. Von seinem 600 Titel zählenden Repertoire hat er mehr als fünf Millionen Platten aus so unterschiedlichen Bereichen wie Kleinkunst, Soundtracks für Filme, Chansons, Country- und Volksmusik verkauft.

Bob Schoepen, ca. 1943
Biografie
Bobbejaan wuchs mit fünf Geschwistern in Belgien auf. Nach der Schule lernte er Schmied, nachdem sein Vater bereits Hufschmied war. Als junger Mann trat er in einer Theatergruppe seines Heimatdorfes auf und wurde so regional bekannt. 1943 gab er sein Debüt mit einem Auftritt in der Antwerpener Ancienne Belgique. Vor vollem Saal sang er das südafrikanische Lied “Neen mamma, 'n Duitseman, die wil ek nie. Want Schweinefleisch dat lus ek nie.“ (Nein Mama, einen Deutschen will ich nicht, denn Schweinefleisch, das mag ich nicht), worauf die Nazis ihn abführten und die Ancienne Belgique für drei Wochen geschlossen blieb.
1948 konnte er in Belgien seine erste Schallplatte De jodelende fluiter mit Django Reinhardt in seinem Orchester aufnehmen. Dadurch erhielt er Auftritte bei verschiedenen Rundfunksendungen. 1948 spielte er für die amerikanische Armee während der Nürnberger Prozesse. 1949 ging Bobbejaan mit der niederländischen Armee auf Konzertreise nach Indonesien, später tourte er mit Josephine Baker, Caterina Valente, Gilbert Bécaud und Toots Thielemans, der 1951 als Gitarrist in seinem Orchester spielte. 1953 führten ihn weitere Tourneen nach USA, wo er unter anderem als einer der ersten Europäer in der Grand Ole Opry auftrat. 1954 trat er in Skandinavien und Island auf. Im Januar 1955 spielte Jacques Brel in der Brüsseler Ancienne Belgique eine Woche lang in seinem Vorprogramm, im September 1955 tourte Bobbejaan durch mehrere Städte in Deutschland und ab Oktober desselben Jahres durch den Kongo.
Bobbejaan Schoepen und Roy Acuff
(Grand Ole Opry, 1953)
1959 sang Bobbejaan bei dem bekannten deutschen Komponisten Peter Kreuder vor. Daraufhin bekam er einen Plattenvertrag in Deutschland und veröffentlichte als erste Single Ich steh' an der Bar und ich habe kein Geld, eine Coverversion von „Pub With No Beer“ des Australiers Slim Dusty. Der Titel kam 1960 in die Charts und konnte sich über 30 Wochen dort halten. Es wurde sein größter deutschsprachiger Erfolg. Bobbejaan spielte zwischen 1950 und 1967 in fünf Filmen mit und tourte mit einer eigenen Show in einem Zirkuszelt. Nach diesem Erfolg veröffentlichte Bobbejaan in Deutschland in den folgenden Jahren noch weitere Titel: Kili-Watch (1961) und Ich hab Ehrfurcht vor schneeweißen Haaren, das 1973 in der Version von Camillo Felgen erfolgreich war. Im Jahr 1965 folgten Hits in Frankreich mit Je me suis souvent demandé und 1974 in den USA mit Fire and Blisters.
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Bobbejaan Schoepen et Jacques Brel, 1955
In between these shows, Schoepen also gave occasional performances in his own country. While he initially did not wish to sing in Dutch, Kluger convinced him to record ‘a Flemish record’. The first recordings followed, and “De Jodelende Fluiter” (“The Yodeling Whistler”) became Schoepen’s first hit (1948). His breakthrough in the Netherlands also happened that year. Among his many performances, he was frequently asked to guest-star in Holland. Bobbejaan soon became the right man to work for Dutch Welfare. In 1949 he went on tour for the Dutch troops in Indonesia, performing 127 shows over the course of three months He was decorated for courage and self-sacrifice by the Dutch government because he also went and performed for troops near the front lines. Five days after returning home he began a 220-day tour through Belgium. Playing nostalgic songs such as the tried and true “De lichtjes van de Schelde” (“The Lights of the Scheldt”) (1952), which is still an evergreen in Belgium today, Bobbejaan Schoepen quickly became one of the most popular artists in Flanders.

Bobbejaanland, 1988
Bobbejaanland
1959 bis 1961 ließ er im belgischen Sumpfgebiet Kasterlee den Park Bobbejaanland bauen. Im Mittelpunkt des Parks standen Wasserspaß und Varieté, unter anderem stand Bobbejaan mit Ilse Werner, Rex Gildo und Michael Holm auf der Bühne. Auf Anraten des Phantasialand-Inhabers Gottlieb Löffelhard wurde Bobbejaanland ab 1975 zu einem Freizeitpark ausgebaut und entwickelte sich in Benelux sowie den Grenzgebieten Frankreichs und Deutschlands zur touristischen Attraktion. 2004 verkaufte Bobbejaan auch aus gesundheitlichen Gründen den Park an eine spanische Gruppe.
Gegenwart
2005 hatte Bobbejaan im Rahmen des Literaturfestivals Saint Amour vier kurze Auftritte. Am 13. Februar 2007 wurde er in Belgien für sein musikalisches Lebenswerk mit dem ZAMU Lifetime Achievement Award ausgezeichnet. 2006 arbeitete er nach einer überstandenen Darmkrebserkrankung an einem neuen Musikprojekt, bei dem Geike Arnaert (Hooverphonic), Axelle Red und DAAN von Dead Man Ray mitwirkten, dieses Album - Bobbejaan - wurde im Mai 2008 in Belgien veröffentlicht.
Im Juli 2008 wurde er als Kunstpfeifer in die US-amerikanische Whistlers Hall of Fame aufgenommen.[1]
Bobbejaan ist seit 1961 mit der Opernsängerin Josée Jongen verheiratet und hat fünf Kinder.
Auszeichnungen
- Urkunde für Mut und Selbstaufopferung für die musikalische Unterstützung der niederländischen Frontkämpfer in Indonesien, 1949
- Education Artistique, Diplôme de Croix d’Honneur de Chevalier, Paris 1965
- Platinplatte für 30 Jahre Hits, Telstar Holland 1978
- Ritter des Kronenordens, Belgien 1986
- SABAM-Medaille, Belgien 1993 und 1995
- Urkunde des Ordens von Leopold II, Belgien 1995
- Aufnahme in die „Hall of Fame“ von Radio2, Belgien 2000
- ZAMU Lifetime Achievement Award, Belgien 2007
- Aufnahme in die „Whistlers Hall of Fame“ 2008
Filmografie (Auswahl)
- Oh! It's So Good to Be Home, 1950
- O sole mio, 1960
- Davon träumen alle Mädchen, 1961
- At the Drop of a Head, 1962